Rundenzeiten beim Kart fahren via GPS – Harry’s Lap Timer

Um sich konstant zu Verbessern reicht es nicht nur zu „Raten“ wo man noch wertvolle Rundenzeit herausholen kann. Es braucht verlässliche Daten während der Fahrt und für die Analyse danach. Und mit all den zur Verfügung stehenden Hilfsmitteln heutzutage ist das auch keine grosse Sache mehr.

Bei Indoor-Kartbahnen gibt es meist eine Anzeige der Rundenzeit. Nur bei Outdoor-Bahnen fehlt dies meist, vermutlich aus Kostengründen. Bei einem eigenen Rennkart kann man sich fix fertige Instrumente einbauen, bei Mietkarts ist das meist nicht möglich. Daher suchte ich nach eine externen Lösung.

Erst habe ich es mit GPS Sportuhren versucht. Diese helfen zumindest um die aktuelle Fahrzeit und die Geschwindigkeit anzuzeigen, sind aber mit einem GPS Messwert pro Sekunde nicht unbedingt für so schnelle Aktivitäten geeignet. Es gibt sogar eine Garmin App (Lap by Position) welche „Runden“ via GPS anzeigen kann. Aber auch diese hat Probleme da man einen Startpunkt wählen sollte an welchem man nicht ein zweites Mal in der Nähe vorbeikommt. Und das ist etwas schwierig da Kartbahnen häufig den Platz sehr gut ausnutzen. Ausserdem ist die Anzeige etwas klein für diese Geschwindigkeit und Erschütterungen.

Den nächsten Versuch habe ich jetzt mit Harry’s LapTimer gestartet, nachdem ich via Racers HQ Podcast #29 darauf aufmerksam wurde. Vom ersten Test bin ich noch nicht ganz glücklich, aber ich werde noch daran arbeiten. Die App funktioniert nur im Vordergrund und eine freie Sicht zum Himmel ist dringendst empfohlen. Und meinen Test habe ich gemacht, indem ich das iPhone in einem Laufgürtel verstaut habe und via Airpod die Rundenzeiten nur gehört habe. Manchmal hat es funktioniert und mir wurden relativ sinnvolle Zeiten genannt, manchmal hat es erst nach zwei Runden eine Zeit genannt. Und die Auswertung ist nicht wirklich brauchbar, die Linien sind sehr unterschiedlich.
Trotzdem gebe ich die Schuld nicht der App, sondern meiner Anwendungsform. Ich werde es jetzt noch einmal versuchen indem ich ein Lauf-Armband und ein (altes) iPhone nehme und an meinem Unterarm befestige. Dadurch erwarte ich durch die freie Sicht eine viel stabilere GPS Verbindung, und ausserdem kann ich jederzeit auf das Display achten und so auch mit Split Zeiten für Sektoren arbeiten.
Mehr dazu nach dem nächsten Test.

Links:
Harry’s LapTimer
Racers HQ Podcast Episode 29
Lap by Position – Garmin Connect IQ App